3. November 2016

Freude über Stärkung der Kitas im Land

Der Bad Freienwalder Landtagsabgeordnete Marco Büchel ( DIE LINKE ) hat heute den Naturkindergarten „Eichhörnchen“ in Leuenberg besucht. Seit dem Jahr 2014 ist das Sozialpädagogische Institut Berlin  „Walter May“ (SPI ) Träger der Kita. Gegenwärtig werden dort rund 50 Mädchen und Jungen im Alter von 1 bis 6 Jahren betreut.
Kita-Leiterin Nicole Schwarz meinte, sie und ihre Kolleginnen fühlen sich durch den Besuch des Abgeordneten geehrt und sehen darin auch eine Wertschätzung ihrer Arbeit. Marco Büchel seinerseits unterstrich, wie wichtig ihm gut betreute Kinder und zufriedene Erzieherinnen seien. Das sage er nicht nur als Vater, sondern gerade auch als Politiker. Die Kitas in Brandenburg sind wichtige Bildungseinrichtungen, weil in ihnen – und nicht erst in der Schule – der Grundstock für das Heranwachsen der Kinder gelegt wird. Deswegen will die rot-rote Landesregierung mit dem Doppelhaushalt 2017/18 die Ausgaben für die Kindertagesbetreuung gegenüber dem Stand von 2009 um das Zweieinhalbfache anheben. Die Mittel dazu werden überwiegend vom Land Brandenburg selbst gestemmt.  Wir investieren in die Köpfe – und fangen bei den kleinsten Bewohnern an.  
Zum Kita-Paket gehört auch, dass die Leiterinnen durch Freistellung künftig mehr Zeit für Bildungskonzepte und Gespräche mit den Eltern haben sollen. Außerdem sieht der Entwurf für den Haushalt 2017/18 vor, dass Kiez - Kitas mit besonderem Personalbedarf mit jährlich zusätzlich 5 Mill. Euro unterstützt werden. Für Sanierung und Modernisierung sowie zur Unterstützung bei Neu- und Ausbau von Kitas stehen ab Januar 2018 jährlich 10 Mill. Euro zur Verfügung. Last but not least, ab dem Jahr 2018/19 soll stufenweise ein beitragsfreies Kitajahr eingeführt werden.
Die Erzieherinnen der Kita Leuenberg begrüßten die Vorstellungen der rot-roten Landesregierung. Sie stärken die Qualität der Bildung und sind ein weiterer Schritt für die Gleichbehandlung aller Kinder. In diese Richtung müsse es auch nach 2019 weitergehen, forderten Nicole Schwarz und ihre Kolleginnen.
 

27. September 2016

Mitglieder der Volkssolidarität Fredersdorf-Vogelsdorf zu Besuch im Landtag

13 Mitglieder der Ortsgruppe der Volkssolidarität Fredersdorf-Vogelsdorf haben heute auf Einladung von Marco Büchel den Landtag in Potsdam besucht. Es gab einen vom Besucherdienst organisierten Rundgang durch das Gebäude und ein ausführliches Gespräch mit dem linken Landtagsabgeordneten. Dabei zeigten sich die Besucher zunächst beeindruckt von der schlichten Innengestaltung aller Räume. Es dominieren die Farben weiß und rot. Jeder überflüssige Prunk, wie er häufig im Inneren eines Schlosses anzutreffen ist, fehlt dem Landtagsgebäude. Das sei offensichtlich gut für die Arbeitsatmosphäre, so die einhellige Meinung der Gäste.  Die Palette des Meinungsaustausches mit Marco Büchel reichte von Positionen der Linken zu Lehrermangel, Kita-Betreuungsschlüssel und Integration von Geflüchteten über europapolitische und verbraucherrechtlichen Fragen bis hin zu Abläufen im parlamentarischen Alltag.Fazit der Besucher aus Fredersdorf-Vogelsdorf: Der Weg in die Landeshauptstadt hat sich gelohnt!

 

 

„... Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem dies kroch!“

Mit diesem Satz von Bertolt Brecht überschrieben Schülerinnen und Schüler der Klasse 10/2 des gleichnamigen Gymnasiums in Bad Freienwalde ein musikalisch- literarisches Spektakel, dass sie gemeinsam mit Klassenleiterin Gabriele Voß und dem Musiker und Sänger Torten Riemann erarbeiteten. Aufgeführt wurde es gestern Abend vor weit über 100 Zuschauern in der Aula der Schule und damit fanden auch die diesjährigen  Friedenstage des Kreisverbandes MOL der Linkspartei ihren Abschluss. Schirmherr der Veranstaltung war Marco Büchel, der am Brecht-Gymnasium einst selbst sein Abitur ablegte. Dem Programm war anzumerken, mit wie viel Leidenschaft und Spaß  die Akteure Lieder, Szenen und Text-Collagen ausgesucht hatten. Ob von Bertolt Brecht, von Wolf Biermann oder Udo Lindenberg, es ging immer um Krieg und Frieden und was diese gesellschaftlichen Zustände aus den Menschen machen. Der emotionale Höhepunkt des Abend:  Die beiden syrischen Brüder Mukram und Moas ( acht bzw. zehn Jahre alt ) mit dem Lied „ Kleine weiße Friedenstaube“ . Im Saal war es mucksmäuschenstill,  vielen Gästen standen Tränen in den Augen. Torsten Riemann hatten die Brüder in einer Flüchtlingsunterkunft bei einer Chorprobe kennengelernt und konnten sie für diesen Abend in Bad Freienwalde gewinnen. Gut eine Stunde dauert das gesamte Programm. Am Ende gab es „standing ovations“ für alle Akteure und Zugabe-Forderungen. Torsten Riemann war von seinem „ Bühnenkollegen“ mehr als begeistert. Es sei phantastisch gewesen, was in kurzer Vorbereitungszeit geleistet wurde und wie sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Thema Krieg beschäftigten.

Neue Ausstellung in Bibliothek Bad Freienwalde

"Das Angesicht des anderen" - so lautet der Titel einer neuen Ausstellung, über die Marco Büchel die Schirmherrschaft übernommen hat. Sie ist seit heute in der Stadt- und Kreisbibbliothek "Hans Keilson" in Bad Freienwalde zu sehen und entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Haus der Demokratie in Berlin. Bei einem ersten Rundgang waren sich Bibliotheksleiterin Karola Kollath und Marco einig, dass dieses Projekt nichts für eilige Besucher ist. Es braucht Zeit, um sich auf die ausdrucksstarken Porträts der vom amerikanischen Doppelkontinent stammenden Menschen einzulassen. Die Fotos zeigen alle möglichen Lebenssituationen und erlauben dem aufmerksamen Betrachter in den Gesichtern wie in einem Buch zu lesen. Zu sehen ist die Ausstellung noch bis Ende Oktober in der Gartenstraße Nr.4.

Weltfriedenstag 2016

Die  Friedenstaube ist für viele Menschen DAS Symbol für eine Welt ohne Krieg.  Vom spanischen Maler Pablo Picasso nur wenige  Jahre nach Ende des 2. Weltkrieges geschaffen, vereinten sich gerade in der Zeit des Kalten Krieges Millionen friedliebender Menschen hinter diesem Symbol.  Den diesjährigen Weltfriedenstag  ( 1. September ) nahm DIE LINKE des Kreisverbandes MOL zum Anlass, um mit einem XXL - Friedensplakat auf die in Europa leider wieder real gewordene Kriegsgefahr  hinzuweisen. Vernunft, gegenseitiger Respekt und Toleranz  - das sind für uns Grundlagen der Politik des 21. Jahrhunderts. Fotos: Friedensplakat auf dem Marktplatz in Müncheberg und in der Innenstadt von Seelow.

26. August 2016

Gedankenaustausch in Rehfelde

Die aus dem Land Brandenburg kommenden Mitglieder der Linksfraktion im Bundestag ( Norbert Müller, Thomas Nord, Harald Petzold, Kirsten Tackmann und Birgit Wöllert) haben am Freitag, den 26. August im Rahmen ihrer Sommertour die Gemeinde Rehfelde, insbesondere die Genossenschaft  "EigenEnergie eG Rehfelde" besucht. Eingeladen wurden sie von Bürgermeister Reiner Donath und den beiden linken Landtagsabgeordneten, Bettina Fortunato und Marco Büchel. Während des mehrstündigen Aufenthalts gab es einen regen Meinungsaustausch zu kommunalen Fragen, besonders jedoch zur Entwicklung des Rehfelder Weges „ Energie aus Rehfelde für Rehfelde“. Besichtigt wurden die Fotovoltaikanlage auf dem Dach der Turnhalle,  das künftige Feld der Bürgerwindanlage und die - wenn auch nicht zu Rehfelde gehörende - Biogasanlage in Hennickendorf (Foto). Die Genossenschaft wurde 2012 gegründet und hat jetzt mehr als 170 Mitglieder. Alle Arbeiten - egal wie aufwendig - erfolgen ehrenamtlich. Mitglieder des Vorstandes informierten über die Entwicklung und besonders den Stand der Realisierung des großen Ziels, die Rehfelder unabhängig von Konzerninteressen mit Strom zu sozial verträglichen Preisen zu versorgen. Nach jetzigen Planungen könnte das eigene Windfeld bereits im nächsten Jahr Strom liefern. Gegenwärtig laufen die Verhandlungen mit Lieferanten und Abnehmern.

Die Bundestagsabgeordneten waren vom Engagement der Bürger und dem Fortschritt des Projekts beeindruckt. In Rehfelde werde versucht, eine Energiewende zum Nutzen der Menschen umzusetzen. Was von der Bundesregierung kommt, diene durchweg der Profitmaximierung der großen Konzerne. Die Parlamentarier bedauerten, dass es der Opposition nicht gelungen ist, eine breite gesellschaftspolitische Debatte darüber anzuschieben, wie die Energiewende realisiert werden soll. Mit Blick auf die rot-rote Landesregierung in Brandenburg wünschten sie sich mehr Leidenschaft des linken Regierungslagers in Sachen erneuerbare Energien.     

 

 

19. August 2016

Traditionelle Landwirtschaft - Grundlage unseres Lebens

„Voll lecker und die Idee ist cool“ – so lautet der jüngste Eintrag im Kundenbuch der Milchtankstelle Steinbeck. Die  liegt ein paar Kilometer südlich von Bad Freienwalde und ist eine echte Rarität. Im gesamten Land Brandenburg sind solche Tankstellen an einer Hand abzählbar. Vor knapp einem halben Jahr von der Agrargenossenschaft „Höhe“ eG eröffnet, wird sie mittlerweile sehr gut angenommen. Frischer geht Milch kaum – klingt wie ein Werbespruch, ist aber wahr! Davon konnten sich Bettina Fortunato und Marco Büchel selbst überzeugen. Die modernen Automaten verraten jedoch nichts von den Problemen, mit denen die Landwirte der Genossenschaft zu kämpfen haben.  Regina Helbig und Nicole Winkelmann vom Vorstand zählten eine ganze Liste auf: Ausufernde Bürokratie in landeseigenen Betrieben, klimatisch bedingte Ernteausfälle, nur schleppende regionale Vermarktung der Produkte. Und dann die Sache mit der Milch ihrer weit über 500 Kühe:  Um zumindest kostendeckend zu produzieren müsste die Molkerei sie für 32 Cent/Liter aufkaufen. Der aktuelle Aufkaufpreis liegt weit darunter!  Auch das mit viel Medienaufwand verkündete „Milchpaket“ der Bundespolitik funktioniere nicht, weil es die Bedingungen, unter denen Landwirte produzieren  nicht berücksichtige. Eine Viehherde ist keine Industriehalle, in der einfach mal Maschinen auf- und abgebaut werden können. Trotzdem will die Agrargenossenschaft „Höhe“ an ihrer mit viel Leidenschaft betriebenen konventionellen Landwirtschaft und dem Dreiklang von „Boden- Pflanze – Tier“ festhalten.

23. August 2016

Gespräch mit "Deichgraf" Peter Trömel

Wassermanagement in Brandenburg ist Frage der gesellschaftlichen Solidarität

Peter Trömel ist der „Deichgraf“ von Bad Freienwalde. Heute Pensionär, hat er viele Jahre in der Kurstadt die Außenstelle des Landesumweltamtes geleitet. Sein Name ist untrennbar mit dem Deich, den Gräben und der Alten Oder verbunden. Wassermanagement im Oderbruch war nicht nur sein Beruf, sondern ist seine Leidenschaft – bis heute. Im Rahmen der Sommertour besuchten Bettina Fortunato und Marco Büchel den Experten zu Haus und sprachen mit ihm über die beabsichtige Neuregelung des Brandenburger Wassergesetzes. Das soll noch in diesem Jahr vom Landtag verabschiedet werden. Viele im Gesetzentwurf benannten Probleme und Lösungsvorschläge finden seine Zustimmung, insbesondere die Frage der Schöpfwerke. Hier seien Regelungen und Verantwortlichkeiten klar festgelegt. Peter Trömel vermisst im Entwurf jedoch den Gewässerbeirat. MOL ist der einzige Landkreis mit einem solchen Gremium. Über Jahre habe er sich bewährt. Seine Nichterwähnung im neuen Text bedeute de facto, dass er künftig im rechtsfreien Raum arbeitet und seine Entscheidungen nicht mehr bindend seien. Lobende Worte fand Trömel für die Rolle des Wassermanagements. Das sei ein gutes Instrument, um im Oderbruch und im Sinne der Allgemeinheit,  das wasserwirtschaftliche Regime zu regeln. Die Frage der gegenseitigen Solidarität zwischen den Bewohnern auf der Höhe und im Bruch muss als Grundsatz des Lebens erhalten bleiben. Aus Sicht des Experten sei jeder von jedem abhängig und das dürfe nicht vom Tisch gewischt werden.
Abschließend meinte Peter Trömel, ihm fehle am beabsichtigten neuen Wassergesetz der durchgehende Gedanke, dass zumindest im Oderbruch die Menschen MIT dem Wasser leben müssten. Zum Bsp. die simple Tatsache, dass Häuser im Oderbruch eben nicht mit Keller gebaut werden sollten. Nach dem Hochwasser von 1997 sei dieser Gedanke mal kurz aufgeflammt, habe sich aber nicht durchgesetzt.  Wenn man im Oderbruch das Prinzip „Leben mit dem Wasser“ verwirklichen will, sei es unumgänglich, die Organisation des Hochwasserschutzes am Leben zu erhalten. Seinen Beobachtungen zufolge werde dies  gegenwärtig etwas vernachlässigt.